Ohn/Macht Showing

Ohn/Macht_ Showing #4 | Ein Einblick in Projekte von und aus dem minciospace_

BESETZUNG

mit Musiker:innen des minciospace_ Arbeitskreises und Artist in Residence

Flora Geißelbrecht
Bratsche, Stimme
Anna Koch
Bassklarinette
Ralph Mothwurf
E-Gitarre, Electronics
David Six
Klavier, Electronics
Max Zaloudek
Gitarre, Stimme
Simon Zöchbauer
Trompete
Elena Arbonies Jauregui
Artist in Residence

ZEIT / ORT

21. Oktober 2026 um 19:00 Uhr
arashi movement center, Guntherstraße 12,
1150 Wien

EINTRITT

„Pay as you can“ mit Richtwert
15 – 20 – 25 €
Vorverkauf (ab Oktober 2026) & Abendkasse nach Verfügbarkeit

Limitierte Plätze

Ohn/Macht_Showing:

Am 21. Oktober findet bereits das vierte Showing von minciospace_ statt und widmet sich dieses Jahr dem Thema „Ohn/Macht: Wer darf? Wer schweigt? Wer spricht?“. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Musik Erfahrungen von Ohnmacht sichtbar, Machtverhältnisse hörbar und neue Handlungsspielräume erfahrbar machen kann.

Trotz aktuellem Umzug in die Hegelgasse 14, 1010 Wien, wollen wir den 15. Bezirk noch nicht verlassen. Deshalb findet unser Jahresshowing 2026 bei unseren lieben Nachbar:innen vom arashi movement statt. Dort treffen weitläufige Räumlichkeiten mit urbanem Charakter auf eine gemütliche Wohnzimmeratmosphäre und bieten die Bühne für eine vielfältige Werkschau neuer Projekte, die im, mit oder rund um den minciospace_ entstanden sind.

Gedanken zum Jahresthema:
Wer Macht hat, hat Einfluss. Auf Menschen, Institutionen, das Denken und Verhalten von Personen und Gruppen. Macht ist eine Fähigkeit, machen ist ein Tun-Wort. Ohne Macht zu sein hingegen, ist eine Emotion. Die Erfahrungen von Hilflosigkeit und fehlenden Einflussmöglichkeiten, von Machtlosigkeit, können bei Betroffenen Angst, Wut, Frustration und Scham auslösen. 

Wer Macht hat, trägt Verantwortung. Gerade werden wir wieder Zeug:innen davon, was es bedeutet, wenn zu viel Macht in die falschen Hände gerät. Wenn Staatsoberhäupter narzisstische Charakterzüge und psychopathologische Symptome aufweisen – und welche Gefahr das weltweit darstellen kann. Hier wird Machtmissbrauch ganz offen gelebt, und wir alle müssen dabei zuschauen. 

Viel weniger sichtbar ist hingegen das Fehlen von Macht. Menschen, die keinen Einfluss nehmen können, bleiben oft unsichtbar. Manche gesellschaftlichen Tätigkeiten, wie Care-Arbeit oder Arbeit in der Pflege, werden kaum anerkannt, wiederum andere Menschen erfahren Einschränkungen, die ihre Teilhabe verhindern, weil sie vielleicht eine (unsichtbare) Behinderung haben, keine eigene Wohnung oder keinen Pass besitzen. Ohne Teilhabe keine Demokratie, ohne Demokratie keine Freiheit. Wollen wir diese Ungleichverteilung von Macht in Angriff nehmen, müssen wir uns mit -ismen auseinandersetzen: Rassismus, Kapitalismus, Klassismus, Ableismus – und natürlich dem Patriarchat. Wir müssen Care-Arbeit sichtbar machen, die Rechte der Natur anerkennen, Biodiversität schützen und Räume schaffen, die demokratische Teilhabe, Selbstermächtigung und Freiheit für alle ermöglichen. Hier laut zu werden, für andere einzustehen und die eigenen Möglichkeiten zu nutzen, liegt an uns – an jenen, die das Privileg haben, über eine Stimme zu verfügen, die gehört wird.

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Danke an die Kulturabteilung der Stadt Wien, das BMWKMS, den 15. Bezirk – Rudolfsheim-Fünfhaus und die SKE für die Unterstützung des Projekts!

Einblicke der vergangenen minciospace_Showing #3 am 11. November 2025:

May We Be

May We Be

Debüt Bouroyen Reisigl Duo

BESETZUNG

Amina Bouroyen
Vocals, Synth
Anna Reisigl
Double bass
Support: Avin Ahmadi
Oud

PROGRAMM

2. Sept 2026, 19:30
arashi movement center, Guntherstraße 12,
1150 Wien

EINTRITT

„Pay as you wish“ mit Richtwert
7 – 15 €

Am 2. September präsentiert das Bouroyen Reisigl Duo im minciospace_ erstmals live die Musik des Debütalbums May We Be, welches am 2. Oktober 2026 bei JazzWerkstatt Records erscheint.
 
Amina Bouroyen (Stimme) und Anna Reisigl (Kontrabass) entwickeln gemeinsam eine eigenständige Klangsprache zwischen Liedhaftigkeit und Improvisation. Ihre Kompositionen entstehen im Dialog und lassen Raum für spontane Begegnungen, feine klangliche Nuancen und musikalische Offenheit. Ein roter Faden des Albums ist das Jahresthema des minciospace_ „Ohn/Macht“, das das Duo in eigenen Assoziationen und musikalischen Bildern aufgreift und weiterdenkt. Den Abend eröffnet die in Wien lebende iranische Oud-Spielerin, Sängerin und Improvisatorin Avin Ahmadi. Ausgehend von der persischen Musiktradition verbindet sie in ihrem eigenen Stil Einflüsse aus Jazz und Improvisation und entwickelt daraus eine unverwechselbare musikalische Sprache. 
 
Im Anschluss an das Konzert gibt es die Möglichkeit, May We Be bereits einen Monat vor der offiziellen Veröffentlichung als CD zu erwerben – exklusiv im Rahmen des Pre-Release-Konzerts.
 
Gefördert durch die Stadt Wien, den 15. Bezirk – Rudolfsheim-Fünfhaus, SKE Fonds und minciospace_.

OHR AUF ZUNGE

OHR AUF ZUNGE

Experimentelle Musik durch die kulinarische Linse

BESETZUNG

Flora Geißelbrecht
Kulinarische Programmtexte
Susanna Gartmayer
Bassklarinette
Ingrid Schmoliner
präpariertes Klavier
Sophie Katharina Schollum
Flöte & Bassflöte

PROGRAMM

13. Dezember 2025, 19:30
minciospace_, Minciostraße 17, 1150 Wien

EINTRITT

„Pay as you can“ mit Richtwert
10 – 15 – 20 €
Abendkasse

Kartenreservierung:
welcome@minciospace.at

Reservierung dringend erbeten.

OHR AUF ZUNGE ist kein Dinner mit Musikbegleitung. Die Fingerfoods aus Flora Geißelbrecht Küche, die das Publikum auf die Hand bekommt, sind nicht mehr und nicht weniger als kulinarisch verschlüsselte Programmtexte, mit denen man ein Stückweit tiefer in die Musik eintauchen kann.
Feinfühlig ausgehörte Kompositionen von drei Solomusikerinnen, welche ihre klangliche Gewürzpalette an den Tellerrändern von Jazz und zeitgenössischer Musik gleichermaßen einzusetzen wissen. Dazwischen bringen die drei Klangköch*innen ihre Kreativität in gemeinsamen Improvisationen zum Ausdruck, für welche es dann am Publikum liegt, ihre Ohren auf die Zunge zu legen und den kulinarischen Programmtext zu assoziieren.

Susanna Gartmayer, Bassklarinette
Ingrid Schmoliner, präpariertes Klavier
Sophie Katharina Schollum, Flöte & Bassflöte
Flora Geißelbrecht – Kulinarische Programmtexte

19:30 minciospace_, Reservierung dringend erbeten (welcome@minciospace.at).

Veranstaltung von artemporis & minciospace_, mit freundlicher Unterstützung der Stadt Wien und des SKE-Fonds.
Titelbild (c) Camilla Geißelbrecht

„SOIL – Lieder aus dem Untergrund“

(c) Viktoria Hofmarcher

Ein Projekt über unser Fundament Boden

BESETZUNG

Flora Geißelbrecht / Bratsche, Stimme
Anna Koch / Bassklarinette
Ralph Mothwurf / E-Gitarre, Electronics
David Six / Klavier, Electronics
Simon Zöchbauer / Trompete

ZEIT / ORT

Uraufführung
11. November 2025 um 19:00 Uhr
minciospace_, Minciostraße 17, 1150 Wien

Es folgen weitere Projektpräsentationen in den Jahren 2025 und 2026.

EINTRITT

11. November 2025
„Pay as you can“ mit Richtwert
15 – 20 – 25 €
Abendkasse

Kartenreservierung:
welcome@minciospace.at

Limitierte Plätze, First Come – First Serve!

Boden und Erde bilden das Fundament für alles Leben auf unserem Planeten.
Ohne gesunden Boden ist die Existenz von Ökosystemen, wie wir sie kennen, nicht möglich.
Doch genau dieser Boden ist zunehmend bedroht – durch intensive landwirtschaftliche Nutzung, den übermäßigen Einsatz von Pestiziden und die fortschreitende Versiegelung großer Flächen. Besonders in urbanen Räumen führt das nicht nur zum Verlust fruchtbarer Erde, sondern auch zur Entstehung sogenannter Hitzeinseln. Mit verheerenden Folgen.

„SOIL – Lieder aus dem Untergrund“ widmet sich dem Thema „Boden“ aus einer künstlerischen Perspektive. Im Mittelpunkt steht die Auseinandersetzung mit den Auswirkungen menschlichen Handelns auf die Biodiversität sowie dem komplexen, aber faszinierenden Zusammenspiel von Bodenorganismen. Das Projekt macht auf vielfältige Weise erfahrbar, wie essenziell gesunde Böden für das Leben auf unserem Planeten sind – und möchte das Bewusstsein für einen achtsamen, nachhaltigen Umgang mit dieser lebenswichtigen Ressource stärken.

Fünf Musiker:innen des minciospace_ Arbeitskreises haben sich Anfang 2025 zu einem Ensemble formiert und widmen sich seither der Realisierung von SOIL. Die Zusammenarbeit mit der Bodenexpertin Susanne Kapelari sowie in Zukunft auch mit weiteren Expert:innen bereichert den künstlerischen Prozess durch fundierte wissenschlaftliche Fakten, die unmittelbar in die Arbeit der Musiker:innen einfließt.

Fünf Musiker:innen, fünf Perspektiven, fünf Herangehensweisen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Die ersten Kompositionen werden erstmals im November im Rahmen des Für/Sorge Showings im minciospace_ präsentiert. Langfristig ist die Entwicklung eines gemeinsamen Bühnenprogramms geplant, ebenso wie die Erweiterung auf neue Themenschwerpunkte.

Ursprung

SOIL entstand aus einem Impuls von der Biologin Susanne Kapelari, die 2023 im Rahmen einer EU-Fördereinreichung ein Projekt initiierte, bei dem minciospace_ als Partner vorgesehen war. Auch wenn das ursprüngliche Forschungsvorhaben nicht gefördert wurde, führte diese Begegnung zur Entwicklung eines eigenständigen künstlerischen Projekts – getragen vom Bedürfnis, die komplexe und oft übersehene Thematik des Bodens stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.

(c) Viktoria Hofmarcher